Santa Cruz

In Santa Cruz waren wir nicht lange. Da wir in der Woche dort waren, war am Board Walk nichts los und die Fahrgeschäfte hatten geschlossen. War aber nicht schlimm. Viel cooler war der “Santa Cruz Diner” 24-hours breakfast, dort waren wir zum Abendessen und am nächsten Morgen zum Pancake Frühstück. Genial, so große Portionen hatte ich schon lange nicht mehr!

Ich fand es komisch, dass dort riesig viel Strand war, aber sich kaum einer dort aufgehalten hat.

Santa Cruz Board Walk – Sicht vom Pier
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Muir Woods

Im Yosemite Park bekam ich den Anruf, meine Reisetasche sei nun in SFO – Flughafen in San Francisco gelandet. Ich hab denen gesagt, sie sollen sie da behalten, ich komme die selbst abholen. Wo hätte sie auch sonst hin ausgeliefert werden sollen. Und bevor, das hinterher auch noch schief gegangen wäre, sind wir lieber die 4,5 Stunden zurück zum Flughafen gefahren.

Wir wollten eh an die Küste, es lag ein wenig auf der Strecke. Da wir nun zurück in San Francisco sein würden, haben wir unseren Road Trip ein wenig in den Norden ausgeweitet und haben einen Abstecher in den Muir Woods Nationalpark gemacht. Dort stehen die ältesten und höchsten Redwoods von Kalifornien. Ich bin sehr froh, diesen Ausflug noch gemacht zu haben. Es war etwas umständlich einen Campingplatz zu finden und am Ende haben wir auf dem Parkplatz eines Zeltplatzes übernachtet, aber es gab ganz wunderbare saubere Toiletten mit Waschbecken. Am Abend haben wir einen kleinen Wanderweg erkundet und haben auf einer Bank die Aussicht auf die Bucht von San Francisco auf uns wirken lassen. Wir waren recht hoch gelegen und konnten die Wolken beobachten, wie sie über die Hügel am Wasser hinweg zogen. Auf dem Rückweg war es mir, als hätte ich in den Bäumen einen Waschbären wahrgenommen, aber falls es einer war, er hat sich leider nicht gezeigt. Selbst in Yosemite haben wir weder Bären noch Waschbären gesehen, nur Rehe, Eichhörnchen und Knall blaue Vögel, die sich Jay nennen.

Dank des Ausflugs zu Muir Woods, sind wir noch zwei Mal mit dem Auto durch San Francisco und über die Golden Gate Bridge hin und wieder gefahren sind. Das hat richtig Spaß gemacht.

Sketching in Muir Woods
MuirWoods_rosa-apfelkuchen.de

The Golden Gate Bridge
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Meine Tasche endlich am SFO nach knapp einer Woche und unser Jucy Car!
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Yosemite Park III

Für den Malkurs musste ich mir allerdings noch Papier kaufen, denn das war leider dann doch im Gepäck. Für 10 $ habe ich mir also einen großen Bogen Aquarellkarton gekauft, den die Dame im Geschäft dann in kleinere Formate geschnitten hat – zwei größere und vier kleine Bögen. Da die sich unter der nassen Farbe und dem leider feuchten Wetter gewellt hätten, konnte ich mir noch eine Unterlage ausleihen, auf die ich dann meine Malgründe aufgetaped habe.
YosemitePark-Half Dome_rosa-apfelkuchen.de
In meiner Tasche hatte ich dabei:
1x Reiseaquarellkasten von Schmincke
1x Bleistift, Anspitzer und Radiergummi
1x Becher, Flasche Wasser und Tempotücher
1x Pinsel in drei Größen
1x Micron Fineliner
1x Skizzenheft und dann noch das frisch erworbene Papier.
1x faltbares Sitzkissen (bequem wie eine Isoliermatte!)

Die anderen Teilnehmer, alle samt Amerikaner, waren mal so richtig krass ausgestattet. Das hatte ich so auch noch nicht gesehen. Die meisten hatten einen speziellen Klappstuhl dabei, der an Rucksackriemen auf dem Rücken getragen wurde. Außerdem im Gepäck – eine spezielle Staffelei. Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass die aus Fotoapparat Stativen selbst gebaut waren. Das Zeichenbrett wurde mit Klettverschluss oben draufgeklebt und in alle Positionen gebracht. Dann hatten die noch riesige Malkästen und diverse Utensilien dabei. Mich haben alle verständnislos angeschaut und haben sich wohl gedacht, wie will die ohne Ausrüstung hier jetzt malen. Sie waren überrascht, dass ich doch alles dabei hatte, was man so braucht
Der Kursleiter und Künstler Frank Eber hat und zu einem Platz geführt, an dem sich der berühmte “Half Dome” im Gewässer spiegelt. Er hat demonstriert, wie sich dieses Bild am besten im Aquarell einfangen lässt und dann sollten wir uns einen eigenen Platz suchen und loslegen.

Bei meinem Wahnsinns Glück, war nicht nur meine Reisetasche unabhängig von mir unterwegs, nein es sollte auch an diesem Tag kalt sein und regnen, obwohl schon seit Monaten kein einziger Tropfen Regen runtergekommen war! Und da wir am Vortag vor Hitze eingegangen waren, hatte ich mich entsprechend gekleidet. Zitternd mit Gänsehaut habe ich also da gesessen und im Yosemite Park gemalt. Das Ergebnis überzeugt mich nicht ganz, aber ich poste es dennoch. (Um ehrlich zu sein, ist es sogar der zweite Versuch. Papier hatte ich ja genug, und während alle anderen noch ihr Zeugs auspackten, war ich mit dem ersten Bild schon unzufrieden und fing noch mal neu an.)

Malen im Yosemite Park
Malen im Yosemite Park

Während die Pfützen auf meinem Papier nicht so richtig trocknen wollten, habe ich im Skizzenbuch einfach mal ohne Vorzeichnung den Half Dome gemalt. Später, als wir aus dem Yosemite Park abgereist sind, habe ich in einer Tourinsteninfo noch Stempel in mein Skizzenbuch gedrückt. Ich war völlig begeistert, dass es tatsächlich diese Stempel gibt. Ich finde, das gibt den einzelnen Reisezeichnungen den richtigen Reiz.
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Während wir malten, bekamen wir übrigens Besuch:
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Yosemite National Park II

Unser Campground nannte sich Crane Flat und war ziemlich außerhalb und recht spartanisch – eigentlich gab es viel: Bäume – logisch, jede Menge Tannenzapfen und quietschgrünes Moos sowie je Stellplatz eine braune Bear Box und ein Campingtisch. Dann ein Toilettenhäuschen, mehr nicht. Nur war unser WC Häuschen kaputt, so dass Dixies als Ersatz aufgestellt waren. Mein persönlicher Albtraum. Ich bin lieber ein Stück gelaufen, zum nächstgelegenen, da gab es wenigstens “flushing toilets”.

4. Zeichnung in USA – Yosemite Park, Crane Flat Campground with Bear Box
(leider immer noch uncoloriert)
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Wegen Wassermangel wird da natürlich sehr auf den Wasserverbrauch geachtet und Duschen gibt es im gesamten National Park nur an einer Stelle, für 5 $. Ist aber verständlich, wir haben ja die ganzen abgebrannten Hänge gesehen und am ersten Tag im Park, ganz in der Nähe des Zentrums auch ein Feuer über dem “Half Dome”. Wir haben später erfahren, dass 100 Wanderer per Hubschrauber gerettet werden mussten, weil sie nicht mehr über den Wanderweg zurück kamen.
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Yosemite National Park I

Tja… für mich dann halt ohne Gepäck in den Yosemite Park. In der Nacht, bevor wir aus dem Hotel ausgecheckt haben, rief der Portier in unserem Zimmer an, um mitzuteilen, dass unser Gepäck eingetroffen sei (und das, obwohl wir der Airline gesagt hatten, nicht mehr schicken, da wir abreisen würden)!!! Voller Vorfreude haben wir uns noch mal aus dem Bett berappelt, aber als die Tür aufging und der Portier ganz stolz die Tasche brachte, war die Freude nur halb. Es war nur eine Tasche, nicht beide, also meine fehlte nach wie vor. Aber immerhin, wir hatten wenigstens die, wo die Navihalterung drin war! Doch sehr praktisch für unseren bevorstehenden Road Trip. Morgens habe ich noch schnell das WLAN genutzt, um nach einer Shopping Mall auf dem Weg in den Yosemite Park zu suchen. Die haben wir dann angefahren und habe mich neu ausgestattet. Hoffentlich auf Kosten von Air France – noch wissen wir nicht, ob wir alles zurück bekommen.

3. Zeichnung in USA – Yosemite Park, am ersten Abend, mit Flusswasser gemalt
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Wirklich schön! Es war wirklich wunderbar dort! Der Park ist riesig – unser Camping Platz war eine halbe Stunde Autofahrt vom Zentrum entfernt, von der die meisten Wanderwege für Normaltouristen abgingen. Am ersten Tag sind wir durch das Dorf im Zentrum gegangen, um uns über alles zu informieren und da war ein Häuschen, auf dem “Art Center” drauf stand. Wie cool ist das denn?! Dort gab es tatsächlich ein Geschäft, in dem Malutensilien verkauft und tatsächlich auch Kurse angeboten wurden. Mit einem Ohr hörte ich, wie von einem dieser Kurse gesprochen, der am nächsten Tag beginnen sollte. Ich habe mich informiert und wahrhaftig, am nächsten Tag würde von 10-14h ein Künstler da sein und mit der Gruppe draußen mit Aquarell malen. Für nur 10 $ Spende an den Park! Ein Glück!!!, dass ich meine Malsachen im Handgepäck hatte, sonst hätte ich ja alles neu kaufen müssen. Das hätte Air France wahrscheinlich eher nicht erstattet. (522)

San Francisco – hätte ich nur mehr Zeit für dich gehabt…

San Francisco hat mir sehr gut gefallen, hätte ich VIEL mehr Zeit gehabt, hätte ich auch mehr gezeichnet, aber ich muss gestehen, ich wollte lieber so viel wie möglich sehen. Wir hatten so viel zu tun, dass wir zwischenzeitlich vergessen haben, dass wir immer noch auf unser Gepäck warteten. Außer natürlich, wenn wir gerade wieder mal nach dem Nötigsten shoppen mussten.
Die Cable Cars waren ein Erlebnis und die alten Vintage Straßenbahnen waren ziemlich cool. Am Pier 39 lagen viele Seelöwen herum und haben laut gegrunzt und einen krassen Geruch verbreitet.

2. Zeichnung in USA – Rückweg von Sausalito in der Fähre und am Pier 39
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Auf einer Bank am Pier 39 haben wir uns etwas hingesetzt, um die Beine auszuruhen (die Radtour über die Golden Gate Brücke war anstrengender als gedacht), und wieder mal Air France anzurufen, um zu fragen, wo unser Gepäck bleibt. Zwischenzeitlich war es nämlich getrennt voneinander unterwegs und es gab keine Spur mehr, hätte ich China oder auch in Japan sein können… Was ein Spaß… Ich war auf jeden Fall ziemlich nervös, denn am nächsten Morgen mussten wir ganz früh aus dem Hotel auschecken, um unseren Campervan abzuholen. Ab dann, gab es für uns keine feste Adresse mehr, wo das Gepäck hätte hingeschickt werden können. Und was, wenn das Gepäck nun für immer weg ist?! (586)

The Golden Gate Bridge

Diesen Sommer war ich in Kalifornien: Die Reise ging los von Düsseldorf über Paris nach San Francisco. Nach vielen Stunden im Flieger haben wir übermüdet am Gepäckband vergeblich auf unser Gepäck gewartet. Unser Aufenthalt sollte also ohne Gepäck starten. In Düsseldorf standen die Gepäckbänder still und jegliches Gepäck war gemischt auf Flughafenwägelchen abtransportiert worden. Glücklicherweise war mein Urban Sketching Equipment im Handgepäck! So musste ich mir nicht alles neu kaufen, um zeichnen zu gehen.

1. Zeichnung in USA – The Golden Gate Bridge
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Monumental diese Brücke – erst dachte, was soll das alles, es ist doch nur eine Brücke. Aber wenn man sich ihr nähert, ist man schwer beeindruckt. Sie ist einfach gigantisch, und knall rot und hängt zwischen zwei Bergen und ist so hoch! Wir hatten Fahrräder gemietet und sind damit von San Francisco über die Brücke nach Sausalito gefahren.

Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, Farbe aufzutragen… (664)

Speed Sketching quer durch Holweide

Speed Sketching macht richtig Spaß, man hat ganz schnell viele kleine Zeichnungen beisammen. Als ich wieder zu Hause war, hatte ich das schöne Gefühl richtig was geschafft zu haben, bei meinem Urban Sketching Ausflug.
Ich habe die Skizzen noch nicht ganz Fertig coloriert, aber hier schon mal zwei Bilder aus dem Entstehungsprozess.

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Château de Josselin – Speed Sketching

Wir haben das Schloss von Josselin auch besichtigt, leider war es nicht erlaubt zu fotografieren. Das Schloss ist noch im Privatbesitz und Einlass bekommt man nur in einen bestimmten Teil des Gebäudes und Gartens. Es war sehr gemütlich eingerichtet, die Dinge standen nicht nur langweilig nebeneinander gereiht herum, sondern hatten zueinander richtig Bezug. Zum Beispiel war in der Bibliothek, die vollgestopft war mit Büchern und Teppichen und bunter Wandmalerei, auch ein geheimer Spieltisch. Die Schlossführerin hat ihn aufgeklappt und umgedreht und an Schubladen gezogen, damit wir sehen konnten, wie viele Spiele sich in dem schlichten Möbelstück versteckt waren. Die Leiter, die eigentlich auch ein Stuhl sein kann, blieb aber undemonstriert.

Urban Sketching Josselin by rosa-apfelkuchen.de
Château de Josselin Brunnen Urban Sketching by rosa-apfelkuchen.de

Unter uralten Bäumen standen ein paar schnörkelige Metallstühle, auf denen ich mich kurz zum Zeichnen gesetzt habe. Ich habe mich mal extra beeilt und nur ganz schnell in mein Skizzenheft gekritzelt. Speed Sketching sozusagen. Der Brunnen war ganz schön tief! (575)

Urban Sketching in Josselin

Eigentlich könnte man auch sagen, ich war auf einem Urban Sketching BoatCrawl. Das Schloss von Josselin habe ich einmal von der Brücke gegenüber und einmal vom Boot aus gezeichnet. Die Krähen flogen laut krächtzend ihre Kreise, das hatte was von einer Filmszene…
Urban Sketching Josselin by rosa-apfelkuchen.de
Urban Sketching Josselin by rosa-apfelkuchen.de
Die Skizzen sind noch nicht coloriert. Das kommt dann demnächst noch nachträglich.

Material:
Skizzenbuch 25,5 x 25,5
uni pin Fine Line 0,3, schwarz (557)