Malibu Beach Campground & Warner Brothers Studio Tour

Am Morgen vor dem Abflug habe ich mich mit einer Kanadierin unterhalten, als sie sich für unseren Campervan interessierte. Sie hat mir einen Riesen Schrecken eingejagt, sie meinte es sei der 19.9. aber der 19. war unser Abflugtag!!! Ich hab gesagt, dass es nicht sein kann, da sei ich mir sicher, sie wiederum dachte, sie sei sich sicher. Am Ende habe ich mich am Handy vergewissert, dass wir doch noch einen Tag Zeit hatten. Aber – man hab’ ich einen Adrenalinstoss durch den Körper ziehen gehabt! Meine Gedanken gingen im Kreis, oh man, wie sollen wir jetzt noch so schnell das Auto abgeben, die Taschen packen und zum Flughafen kommen. Bis 15 Uhr hätte man das vielleicht sogar noch schaffen können, aber was für ein dramatischer Abgang wäre das bitte gewesen. Als dann klar war, dass wir Zeit haben, hab ich mir nach der Dusche die Haare von der Sonne trocknen lassen und mich auf einen Stein gesetzt und diesen coolen Airstream Trailer gezeichnet. Das müsste zum Runterkommen echt sein.

Auf dem Weg nach L.A., wo wir noch nachmittags eine Warner Brothers Studio Tour gebucht hatten, die wir verpasst hätten, wenn wir uns um einen Tag vertan hätten, haben wir einen kleinen Stop am Malibu Plaza bei Starbucks gemacht, um uns über das WLAN für den Flug einzuchecken. Oh man!!! Da hat doch Air France doch glatt unseren Rückflug nach Düsseldorf wegen Streik einfach gestrichen!!!! Wie kann man denn so viel Pech haben, erst schicken die uns ohne Gepäck in den Urlaub und dann können wir nicht mehr zurück? Oh man, dann gab es natürlich nirgends eine Telefonzelle, um die Airline anzurufen. In dem CVS Drogeriemarkt hat mir eine Verkäuferin ihr Handy geliehen, damit ich telefonieren konnte. Zum Glück war die Hotline kostenlos, denn das ganze Telefonat hat über 50 Minuten gedauert, bis wir endlich neue Rückflüge hatten. Am Ende sind wir mit United Airlines und Lufthansa über Chicago geflogen. Nur leider schon morgens, so dass wir dann doch ein wenig Stress hatten, denn das Auto musste schon am Abend abgegeben werden, die bezahlte Campingplatzübernachtung war futsch und wir mussten noch eine Hotelnacht am Flughafen organisieren. Das war vielleicht ein Spaß. Um ein Haar hätten wir doch noch die Warner Brothers Tour verpasst, da wir so lange mit den Umbuchungen benötigt und dann ewig im Stau gestanden haben!

Airstream am Malibu Beach Campground
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Venice Beach & Santa Monica

In L.A. habe ich nichts gezeichnet, das war mir zu anstrengend. Wir waren so erledigt, dass wir mit einem Touribus durch die Stadt gefahren sind, nur leider haben wir mehr im Stau gestanden, als voran zu kommen.

Santa Barbara war super schön und ich war shoppen  und in einem Künstlerbedarfladen! Da hab ich aber mal nichts gekauft

Venice Beach
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Big Sur

Die Landschaft am Big Sur war unglaublich schön, raue Küstenlandschaft mit tollen Felsen und Wasserfällen. Da wir am Wochenende dort in der Gegend waren und die Kalifornier selbst dort Urlaub machen, haben wir Schwierigkeiten gehabt, einen Campingplatz zu bekommen, eine Nacht war ok, aber die zweite, da mussten wir uns am nächsten Tag für anstellen. Ist aber alles gut gegangen.
An dem ersten Abend haben wir abends am Picknick Tisch gesessen und plötzlich ein lautes Krachen gehört. Beim Zähneputzen erzählte mir ein Mädel , dass ein Baum auf einen Truck gestürzt sei! Mit den Stirnlampen sind wir los und haben das Unglück gesehen. Tatsächlich war ein Riesen Baum auf einen Pickup gestürzt! Ein Ranger erzählte uns, dass durch die extreme Trockenheit die Eichen einfach sterben, das Phänomen nennt sich: Sudden Oak Death. Das war ziemlich schlimm, verletzt worden ist keiner, aber für die Kanadier war der Urlaub wohl hinüber.

Pfeiffer State Park Campground
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Campingplatz
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Die durchgepausten Münzen waren unsere Duschmarken.

El Capitan Campground – Ocean View

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Könnt ihr den Pacific Zipfel zwischen den Bäumen erkennen?! (885)

Monterey & 17-Mile Drive

Oh, Monterey war toll! Das Städtchen ist sehr süß und Cannerey Row war zwar touristisch, aber nicht so schlimm, wie der Lonely Planet beschrieben hat. Uns hat es gut gefallen und das Aquarium war krass und wirklich toll gemacht. Das Otter Becken war super, aber auch die einzelnen Becken mit ganzen Fischschwärmen! Wobei ich nicht sehr nah an die Becken gehen kann, ich grusel mich total vor Fischen, und in der Größe um so mehr.

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In Monterey haben wir auch eine sehr erfolgreiche Whale Watching Tour mitgemacht! Das war der totale Hammer! Zwei unterschiedliche Delfinschulen sind direkt neben dem Boot hergedüst, dann haben wir noch eine Risso Delfinschule, zwei Otter, einige Seelöwen und mehrere Buckelwale gesehen. Zum Abschluss der Tour waren zwei Buckelwale gerade in Aktion und sind mehrmals aus dem Wasser gesprungen, das war wirklich unglaublich. Ich hab schon andere Waltouren in Kanada und Norwegen mitgemacht, wo wir manchmal näher dran waren, aber so akrobatisch habe ich Wale noch nicht erlebt.

Whale Watching – Buckelwal im Flug
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Nach der Whale Watching Tour brauchte wir Stärkung und haben in einem sehr schönen Laden / Café was zum Snacken geholt. Ich war von der Tour und Aufregung so erschöpft, dass ich den Minicupcake und Keks hab fallen lassen, und als ich am Tisch saß, auch noch mein Handy! Jetzt hab ich ne üble Macke im Rahmen  Im nächstbesten Applestore hab ich mir also eine schockresistente Hülle gekauft. Die schicke aus Leder von Liebeskind taugte nicht viel. Dafür ist die neue jetzt Knall pink! hehe!

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Von Monterey sind wir über den 17-Mile Drive in den Süden weiter gefahren. Im Reiseführer stand, das sei eine Touristenfalle. Klar, die lassen sich 10$ für die 17 Meilen bezahlen, aber wir fanden das doch schön. Dort habe ich auch die nächste Zeichnung angefertigt. Die Stempel stammen aus dem Aquarium, da hatte ich einfach auf eine weiße Seite losgestempelt, aber keine Zeit für eine Zeichnung gehabt. Das habe ich auf dem schönen Küstenabschnitt dann nachgeholt. Der 17-Mile Drive hat sich auch in Sachen Whale Watching gelohnt, denn man konnte immer wieder von der Küste aus die Wale sehen. Ich war völlig aus dem Häuschen. Wir haben ständig angehalten und an der bekannten “The Lone Pine” war meine Aufmerksamkeit mehr auf den Ozean gerichtet, als auf diese einsamen Pflanze. Absolut super!!

17-Mile Drive – Kormorane und Seelöwen waren ausreichend zu sehen
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Yosemite Park III

Für den Malkurs musste ich mir allerdings noch Papier kaufen, denn das war leider dann doch im Gepäck. Für 10 $ habe ich mir also einen großen Bogen Aquarellkarton gekauft, den die Dame im Geschäft dann in kleinere Formate geschnitten hat – zwei größere und vier kleine Bögen. Da die sich unter der nassen Farbe und dem leider feuchten Wetter gewellt hätten, konnte ich mir noch eine Unterlage ausleihen, auf die ich dann meine Malgründe aufgetaped habe.
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In meiner Tasche hatte ich dabei:
1x Reiseaquarellkasten von Schmincke
1x Bleistift, Anspitzer und Radiergummi
1x Becher, Flasche Wasser und Tempotücher
1x Pinsel in drei Größen
1x Micron Fineliner
1x Skizzenheft und dann noch das frisch erworbene Papier.
1x faltbares Sitzkissen (bequem wie eine Isoliermatte!)

Die anderen Teilnehmer, alle samt Amerikaner, waren mal so richtig krass ausgestattet. Das hatte ich so auch noch nicht gesehen. Die meisten hatten einen speziellen Klappstuhl dabei, der an Rucksackriemen auf dem Rücken getragen wurde. Außerdem im Gepäck – eine spezielle Staffelei. Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass die aus Fotoapparat Stativen selbst gebaut waren. Das Zeichenbrett wurde mit Klettverschluss oben draufgeklebt und in alle Positionen gebracht. Dann hatten die noch riesige Malkästen und diverse Utensilien dabei. Mich haben alle verständnislos angeschaut und haben sich wohl gedacht, wie will die ohne Ausrüstung hier jetzt malen. Sie waren überrascht, dass ich doch alles dabei hatte, was man so braucht
Der Kursleiter und Künstler Frank Eber hat und zu einem Platz geführt, an dem sich der berühmte “Half Dome” im Gewässer spiegelt. Er hat demonstriert, wie sich dieses Bild am besten im Aquarell einfangen lässt und dann sollten wir uns einen eigenen Platz suchen und loslegen.

Bei meinem Wahnsinns Glück, war nicht nur meine Reisetasche unabhängig von mir unterwegs, nein es sollte auch an diesem Tag kalt sein und regnen, obwohl schon seit Monaten kein einziger Tropfen Regen runtergekommen war! Und da wir am Vortag vor Hitze eingegangen waren, hatte ich mich entsprechend gekleidet. Zitternd mit Gänsehaut habe ich also da gesessen und im Yosemite Park gemalt. Das Ergebnis überzeugt mich nicht ganz, aber ich poste es dennoch. (Um ehrlich zu sein, ist es sogar der zweite Versuch. Papier hatte ich ja genug, und während alle anderen noch ihr Zeugs auspackten, war ich mit dem ersten Bild schon unzufrieden und fing noch mal neu an.)

Malen im Yosemite Park
Malen im Yosemite Park

Während die Pfützen auf meinem Papier nicht so richtig trocknen wollten, habe ich im Skizzenbuch einfach mal ohne Vorzeichnung den Half Dome gemalt. Später, als wir aus dem Yosemite Park abgereist sind, habe ich in einer Tourinsteninfo noch Stempel in mein Skizzenbuch gedrückt. Ich war völlig begeistert, dass es tatsächlich diese Stempel gibt. Ich finde, das gibt den einzelnen Reisezeichnungen den richtigen Reiz.
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Während wir malten, bekamen wir übrigens Besuch:
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Yosemite National Park II

Unser Campground nannte sich Crane Flat und war ziemlich außerhalb und recht spartanisch – eigentlich gab es viel: Bäume – logisch, jede Menge Tannenzapfen und quietschgrünes Moos sowie je Stellplatz eine braune Bear Box und ein Campingtisch. Dann ein Toilettenhäuschen, mehr nicht. Nur war unser WC Häuschen kaputt, so dass Dixies als Ersatz aufgestellt waren. Mein persönlicher Albtraum. Ich bin lieber ein Stück gelaufen, zum nächstgelegenen, da gab es wenigstens “flushing toilets”.

4. Zeichnung in USA – Yosemite Park, Crane Flat Campground with Bear Box
(leider immer noch uncoloriert)
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Wegen Wassermangel wird da natürlich sehr auf den Wasserverbrauch geachtet und Duschen gibt es im gesamten National Park nur an einer Stelle, für 5 $. Ist aber verständlich, wir haben ja die ganzen abgebrannten Hänge gesehen und am ersten Tag im Park, ganz in der Nähe des Zentrums auch ein Feuer über dem “Half Dome”. Wir haben später erfahren, dass 100 Wanderer per Hubschrauber gerettet werden mussten, weil sie nicht mehr über den Wanderweg zurück kamen.
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Yosemite National Park I

Tja… für mich dann halt ohne Gepäck in den Yosemite Park. In der Nacht, bevor wir aus dem Hotel ausgecheckt haben, rief der Portier in unserem Zimmer an, um mitzuteilen, dass unser Gepäck eingetroffen sei (und das, obwohl wir der Airline gesagt hatten, nicht mehr schicken, da wir abreisen würden)!!! Voller Vorfreude haben wir uns noch mal aus dem Bett berappelt, aber als die Tür aufging und der Portier ganz stolz die Tasche brachte, war die Freude nur halb. Es war nur eine Tasche, nicht beide, also meine fehlte nach wie vor. Aber immerhin, wir hatten wenigstens die, wo die Navihalterung drin war! Doch sehr praktisch für unseren bevorstehenden Road Trip. Morgens habe ich noch schnell das WLAN genutzt, um nach einer Shopping Mall auf dem Weg in den Yosemite Park zu suchen. Die haben wir dann angefahren und habe mich neu ausgestattet. Hoffentlich auf Kosten von Air France – noch wissen wir nicht, ob wir alles zurück bekommen.

3. Zeichnung in USA – Yosemite Park, am ersten Abend, mit Flusswasser gemalt
YosemitePark-rosa-apfelkuchen.de

Wirklich schön! Es war wirklich wunderbar dort! Der Park ist riesig – unser Camping Platz war eine halbe Stunde Autofahrt vom Zentrum entfernt, von der die meisten Wanderwege für Normaltouristen abgingen. Am ersten Tag sind wir durch das Dorf im Zentrum gegangen, um uns über alles zu informieren und da war ein Häuschen, auf dem “Art Center” drauf stand. Wie cool ist das denn?! Dort gab es tatsächlich ein Geschäft, in dem Malutensilien verkauft und tatsächlich auch Kurse angeboten wurden. Mit einem Ohr hörte ich, wie von einem dieser Kurse gesprochen, der am nächsten Tag beginnen sollte. Ich habe mich informiert und wahrhaftig, am nächsten Tag würde von 10-14h ein Künstler da sein und mit der Gruppe draußen mit Aquarell malen. Für nur 10 $ Spende an den Park! Ein Glück!!!, dass ich meine Malsachen im Handgepäck hatte, sonst hätte ich ja alles neu kaufen müssen. Das hätte Air France wahrscheinlich eher nicht erstattet. (524)

San Francisco – hätte ich nur mehr Zeit für dich gehabt…

San Francisco hat mir sehr gut gefallen, hätte ich VIEL mehr Zeit gehabt, hätte ich auch mehr gezeichnet, aber ich muss gestehen, ich wollte lieber so viel wie möglich sehen. Wir hatten so viel zu tun, dass wir zwischenzeitlich vergessen haben, dass wir immer noch auf unser Gepäck warteten. Außer natürlich, wenn wir gerade wieder mal nach dem Nötigsten shoppen mussten.
Die Cable Cars waren ein Erlebnis und die alten Vintage Straßenbahnen waren ziemlich cool. Am Pier 39 lagen viele Seelöwen herum und haben laut gegrunzt und einen krassen Geruch verbreitet.

2. Zeichnung in USA – Rückweg von Sausalito in der Fähre und am Pier 39
SanFrancisco_rosa-apfelkuchen.de

Auf einer Bank am Pier 39 haben wir uns etwas hingesetzt, um die Beine auszuruhen (die Radtour über die Golden Gate Brücke war anstrengender als gedacht), und wieder mal Air France anzurufen, um zu fragen, wo unser Gepäck bleibt. Zwischenzeitlich war es nämlich getrennt voneinander unterwegs und es gab keine Spur mehr, hätte ich China oder auch in Japan sein können… Was ein Spaß… Ich war auf jeden Fall ziemlich nervös, denn am nächsten Morgen mussten wir ganz früh aus dem Hotel auschecken, um unseren Campervan abzuholen. Ab dann, gab es für uns keine feste Adresse mehr, wo das Gepäck hätte hingeschickt werden können. Und was, wenn das Gepäck nun für immer weg ist?! (587)